TRITON
ex CORAL, ex SUNWARD II, ex CUNARD ADVENTURER / IMO 7046936
Einsatz auf dem deutschsprachigen Markt:
1999 - 2002 Holiday Kreuzfahrten, Erkelenz
Status: im Jahr 2014 im indischen Alang abgewrackt
Von calflier001
- GOLDEN HORN ISTANBUL TURKEY JULY 2011
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Technische Daten
| Länge: | 148,11m |
| Breite: | 21,49m |
| Tiefgang: | ca. 5,90m |
| Vermessung: | 14.151 BRZ |
| Passagiere: | 718 |
| Besatzung: | |
| Baujahr: | 1971 |
| Bauwerft: | Rotterdamsche Droogdok Maatschappij, Rotterdam/Niederlande |
| Baunummer: | 329 |
| Klassifizierungsgesellschat: | |
| Int. Registrierungsnummer: | IMO 7046936 |
Historie
Die britische Reederei Cunard Line erteilte der im niederländischen Rotterdam ansässigen Werft Rotterdamsche Droogdok Maatschappij Ende der 1960er Jahre den Auftrag zum Bau von zwei baugleiche Kreuzfahrtschiffen namens CUNARD ADVENTURER und CUNARD AMBASSADOR. Hierbei handelte es sich um die ersten ausschließlich für Kreuzfahrten konzipierte und gebaute Schiff der Cunard Line, die bislang ausschließlich für den Linienverkehr entworfene Ozeanliner betrieb.
Die CUNARD ADVENTURER wurde am 02.02.1971 mit der Baunummer 329 vom Stapel gelassen. Die Ablieferung erfolgte am 19.10.1971. Einen Monat später, am 19.11.1971, begann die Jungfernfahrt, welche von Southampton in die Karibik, wo das Schiff fortan für Kreuzfahrten eingesetzt wurde, führte.
Bereits Mitte der 1970 Jahre gab die Cunard Line zwei größere Neubauten namens CUNARD COUNTESS und CUNARD CONQUEST in Auftrag, um die kleineren Schiffe zu ersetzen. Dies führte im Jahr 1977 zu einem Verkauf der CUNARD ADVENTURER an die US-amerikanische Kloster Cruise Line.
Kloster Cruise Line setzte das Schiff nach Umbauarbeiten bei der Bremerhavener Lloyd Werft unter dem Namen SUNWARD II, zunächst noch unter der Flagge des Vereinigten Königreiches, ebenfalls auf Karibikkreuzfahrten ein. Im Jahr 1987 wurde das Schiff dann aber auf die Bahamas umregistriert.
Im Jahr 1991 erwarb die griechische Epirotiki Lines das Schiff und benannte es in TRITON um. Das Schiff erhielt nun die griechische Flagge mit dem neuen Heimathafen Piräus und wurde hauptsächlich im Mittelmeer eingesetzt.
Im Jahr 1995 charterte die ebenfalls griechische Royal Olympic Line das Schiff.
Von 1999 bis 2002 charterte der Erkelenzer Reiseveranstalter Holiday Kreuzfahrten unter der Leitung seines Inhabers Herbert Fervers die TRITON für mehrere Sommermonate für Mittelmeerreisen und setzte damit den Grundstein für den späteren, im Jahr 2002 beginnenden, Vollcharter der MONA LISA (Baujahr 1966; IMO 6512354).
Im Jahr 2005 erwarb die zypriotische Reederei Louis Cruises die TRITON, benannte sie in CORAL um und setzte sie weiterhin auf Mittelmeerkreuzfahrten ein.
Im Herbst 2011 wurde die CORAL zunächst außer Dienst gestellt und im griechischen Eleusis aufgelegt. Geplant war, dass die CORAL im Sommer 2014 modernisiert und als LOUIS RHEA wieder in Dienst gestellt werden sollte, was jedoch nicht mehr realisiert wurde. Stattdessen wurde das Schiff im Dezember 2013 in CORA umbenannt und zum Abwracken ins indische Alang verkauft, wo sie im Januar 2014 unter der Flagge von St. Kitts und Nevis eintraf und auf den Strand gesetzt wurde. Der Abbruch des zwischenzeitlich 43 Jahre alten Schiffes war bis zum Herbst 2014 abgeschlossen.
