Montag, 21.09.2026
Paris
Abfahrt: 21:30
Da wir über Nacht an unserem Liegeplatz in Paris verweilt haben und das Auslaufen erst für heute Abend gegen 21:30 vorgesehen ist, hatten wir uns für den heutigen Morgen den Wecker gestellt. Wir wollen zum frühestmöglichen Zeitpunkt frühstücken gehen, um anschließend den gesamten Tag für die Erkundung der Seine-Metropole nutzen zu können. Das Wetter wird heute perfekt - strahlend blauer Himmel und Temperaturen bis zu 26°C. Vor dem Frühstück werfen wir noch einen schnellen Blick in das heutige Tagesprogramm:
© Excellence Cruises
Das Restaurant Excellence öffnet heute seine Türen bereits um 07:15 - ansonsten täglich um 07:30. Das tägliche Frühstück wird hier in Buffetform angeboten. Diverse frisch zubereitete Eierspeisen können bei den Tischstewardessen und -Stewards bestellt werden und werden dann am Platz serviert. Neben den üblichen Eierspeisen gibt es auch ein täglich wechselndes Spezial - heute ist es das Egg Royal, einer mit Lachs abgewandelten Variante des Egg Benedict. Sehr köstlich! Neben den Kaffee- und Teespezialitäten gehören täglich auch Sekt, Säfte und Maracuja-Ingwer-Shots zum inkludierten Angebot. Auch das reichhaltige Buffet lässt keine Wünsche offen - so ist beispielsweise jeden Tag Lachs im Angebot. So kann der Start in einen entspannten und genußvollen Urlaubstag beginnen!
Auszug aus der Frühstückskarte des Restaurant Excellence:
FRÜHSTÜCK
Montag
Egg Royal: Pochiertes Ei, Rauchlachs und Sauce Hollandaise auf Toast
Dienstag
Taco mit Rührei, Paprika, Avocado und Kräutern
Mittwoch
Oeuf en Cocotte: Ei im Töpfchen mit Schinken und Kräutern
Donnerstag
Rindsminutensteak, geröstete Zwiebeln, Spiegelei, Mojo Rojo
Freitag
Croque Monsieur: Brioche, Bergkäse, Preiselbeeren
Samstag
Rindstartar mit Spiegelei und Kräutersalat
Sonntag
Porridge Bowl mit Nüssen, Saaten, Früchten und Waldhonig
WIR SERVIEREN IHNEN
EXTRAS
Pancakes mit Fruchtsauce oder Ahornsirup
Vitalbrot
Vitalbowl
Quinoa mit Früchten und Joghurt
Joghurt, zuckerreduziert
Glutenfreies Brot
À LA MINUTE VOM FRÜHSTÜCKSKOCH
Pochiertes Ei «Benedict» auf Toast
Gekochtes Ei
Omelette · Spiegelei · Rührei
mit Zutaten nach Wunsch:
Schinken · Zwiebeln · Pilzen · Käse · Kräuter · Speck · Würstchen
OFENFRISCH AUS DER BORDBÄCKEREI
Auswahl an Frühstücksgebäck und Broten
KAFFEE
Kaffee · koffeinfreier Kaffee
Cappuccino · Espresso · Latte Macchiato
Ovomaltine · Kakao
TEE
Kräutertee: Refreshing Mint, Verveine, Kräuter, Kamille
Früchtetee: Sweet Berries
Grüntee: Green Dragon, Morgentau
Schwarztee: English Breakfast, Earl Grey, Darjeeling
Chai & Aromatisierte Tees: Ayurvedische Kräuter-Ingwer, Masala Chai
MILCH
1.5 %
MILCHERSATZ
Soja · Mandel · Hafer
Nach dem Frühstück heißt es für uns aber nun endlich Paris zu erkunden. Excellence Cruises bietet heute zahlreich Ausflugsmöglichkeiten an:
Vormittags
Bootsfahrt auf der Seine
Dauer: circa 3 Stunden
Betrachten Sie Frankreichs Hauptstadt aus der Seine-Perspektive! Nicht weit vom Eiffelturm gehen Sie an Bord eines Pariser Panoramaboots. Auf der einstündigen Fahrt blicken Sie auf die schönsten Stadtquartiere, auf all die weltberühmten Bauwerke und Sehenswürdigkeiten.
alternativ:
Die Geheimnisse der Île de la Cité – von der neu erstrahlten Notre-Dame zur Zelle von Marie-Antoinette in der Conciergerie
Dauer: circa 4 Stunden
Die Steinbrücke Pont Neuf, der Park Square Vert Galant, der königliche Place Dauphine: Bei einem Rundgang erkunden Sie das historische Herz, den ältesten Teil von Paris – die Binneninsel Île de la Cité. Sie besichtigen mit der Conciergerie den ehemaligen königlichen Palast, der während der Französischen Revolution als Gefängnis diente und historische Berühmtheiten wie Königin Marie Antoinette, später Napoleon III., der Freiheit beraubte. Die gotische Architektur und die düsteren Gefängniszellen lassen Sie in die Geschichte reisen. Weiter geht es zur Kathedrale Notre Dame, die 2019 einen historischen Brand im Dachstuhl erlebte – und überstand (Aussenbesichtigung). Prachtvoll zeigen sich die gotischen Türme, Wasserspeier und das Rosenfenster als Meisterwerk mittelalterlicher Baukunst.
Nachmittags
Stadtrundfahrt und Spaziergang im Rive Gauche, wo Kunst und Philosophie zuhause sind
Dauer: circa 4 Stunden
Die Seine trennt Paris in zwei Hälften: Im Norden liegt das rechte Ufer, im Süden das linke. Als «Rive Gauche» umfasst das südliche Ufer das Quartier Latin, die Viertel Montparnasse und Saint-Germain-des-Prés – und beherbergt auch die wohl bekannteste Sehenswürdigkeit der Stadt, den Eiffelturm. Dank diverser Bildungsstätten, wie die renommierte Universität Sorbonne, gilt das Rive Gauche als Intellektuellen Hotspot. Sie beginnen Ihren Rundgang durch Saint-Germain – das «kleine Dorf» im Zentrum von Paris – an der Rue de Rennes. Im Mittelpunkt des lebhaften Viertels steht die Kirche aus dem Jahr 543; die älteste Abtei von Paris. Nicht weit davon entfernt: die literarischen und künstlerischen Treffpunkte des Paris des 20. Jh. im Café-Format. Jean-Paul Sartre, Simone de Beauvoir, Albert Camus und Pablo Picasso – sie alle liessen sich hier von der Muse küssen, und vom Kellner bedienen. Entdecken Sie das Paris der Künstler, Schriftsteller und Philosophen – das Paris einer früheren Ära, der «Années Folles», dessen Esprit noch immer besticht. Nach dem Rundgang haben Sie noch etwas freie Zeit für ein «Sehen und Gesehen-Werden à la francaise»: Vielleicht nehmen Sie Platz in einem Café?
alternativ:
Eine Tour im legendären Citroën 2CV mit Pariser «Insider» hinter dem Lenkrad, durch die Strassen von Paris
Dauer: circa 3 Stunden
«deux chevaux», «Döschwo», «Ente» – der Citroën 2CV erlangte international Kultstatus. Sein Debüt jedoch hielt Herausforderungen bereit. Kriegsbedingt stellte Citroën das bereits zehn Jahre zuvor entwickelte Modell erst 1948 der Pariser Öffentlichkeit vor: und wurde von der Fachpresse belächelt. Doch in den Folgejahren wurde der 2CV zu einem der bekanntesten Automodelle Frankreichs – und zum Verkaufsschlager. Wie kein anderer fängt der charmante Kleinwagen das Pariser Flair ein: federleicht, beschwingt und munter. Genau so bewegen Sie sich durch die Stadt. An Ihrer Seite ein deutschsprechender Fahrer, der die schönsten Blickwinkel kennt. Eiffelturm, Triumphbogen, Notre Dame, die Sacre Coeur Basilika – was möchten Sie sehen? Auch die Länge der Tour können Sie selbst bestimmen (mind. 3 Std.). Direkt am Schiff steigen Sie in den restaurierten 2CV ein.
Im Vorfel der Reise konnte man außerdem eine interessante zusätzliche Alternative zu den organisierten Ausflügen buchen - für einen halben oder ganzen Tag mit einem Privat-Guide durch Paris. "Sie wünschen sich eine individuelle City-Tour? Dann buchen wir für Sie die ganz private Tour – unterwegs mit erfahrenen Guides. Kenner und echte Insiderinnen zeigen Ihnen die Stadt. Sie haben besondere Interessen? Dann bestimmen Sie, wo es langgeht. Dauer: halber oder ganzer Tag, Unterwegs mit: zu Fuss, per Velo, Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln. Ihr Programm wird individuell zusammengestellt."
Wir entscheiden uns jedoch heute für eine individuelle Erkundung nach eigenen Vorlieben. Vom Anleger aus kann man bequem per öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Fuß das Zentrum von Paris erkunden. An der Rezeption tauschen wir unsere Bordkarte gegen eine Landgangskarte, bedienen uns an den ausliegenden Karten und am Obstkorb mit frischen Äpfeln und schon geht es von Bord. Unser erster Weg führt uns - wie bereits auch schon gestern Abend - entlang des Seine-Ufers Richtung Eifelturm.
Freiheitsstatue
Unser erster Stopp ist heute nochmals an der 11,50m hohen Kopie der New Yorker Freiheitsstatue, welche auf dem westlichen Ende der künstlich angelegten Seine-Insel Île aux Cygnes steht. Sie wurde der Stadt im Jahr 1889 von in Paris lebenden US-amerikanischen Bürgern geschenkt und blickt vis-a-vis in Richtung ihrer großen Schwester in New York.
Eifelturm
Weiter geht es zum 1,5km entfernten Eifelturm, dem Wahrzeichen von Paris, wenn nicht sogar von ganz Frankreich. Der heute 330m hohe Turm wurde von 1887 bis 1889 für die 1889 stattgefundene Weltausstellung errichtet und stellte das imposante Eingangsportal zur Ausstellung dar.. Letztere fand vom 6. Mai bis zum 31. Oktober des Jahres aus Anlass des hundertjährigen Jubiläums der Französischen Revolution statt. Der damals "nur" 312m hohe Turm war seinerzeit das höchste Bauwerk der Erde. Er wurde vom Büro des Ingenieurs und Konstrukteurs Gustave Eiffel entworfen und errichtet. Mit seinem Eigengewicht von circa 10.100 Tonnen gilt er bis heute als ein - im wahrsten Sinne - herausragendes Beispiel für die Leichtbauweise.
Vorbemerkung
Im Rahmen unseres individuellen Stadtrundganges fallen uns ab jetzt immer wieder gesperrte Bereich und provisorische Baumaßnahmen auf. So sehen wir bereits nach wenigen hundert Metern am Palais de Chaillot, wie hier eine große provisorische Halle errichtet wird. Auch Im Zentrum der Stadt fallen uns immer wieder großflächig gesperrte Bereiche auf, in welchen augenscheinlich große Pavillons und temporäre Hallen errichtet werden. Außerdem sind auch große Teile der Champs Élysées sind für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Auch hier sieht man den Aufbau von Gerüsten, etc.. Vollkommen unvorbereitet erfahren wir dann aber recht schnell, dass ab dem 25.09.2026 – also bereits in vier Tagen – Papst Leo XIV. für einige Tage die Stadt besucht. So wird er unter anderem auf dem Place de la Concorde eine heilige Messe mit mehr als 800.000 Besuchern feiern.
Im direkten Anschluss an den Papstbesuch findet dann vom 28.09.2026 bis zum 06.10.2026 die Pariser Fashion Week statt. Die Damen-Frühjahr/Sommer-Kollektion 2027 wird dann hier präsentiert. Die großen Modehäuser wie Christian Dior und Louis Vuitton präsentieren ihre Mode in Pavillons im Jardin des Tuileries sowie im Carrousel du Louvre und im Oratorium des Louvre. Weitere Schauplätze sind das Grand Palais sowie eine temporäre Halle im Palais de Chaillot.
Paris rüstet sich für ein extrem hohes Besucheraufkommen in den nächsten Tagen!
Palais du Trocadéro / Palais de Chaillot
Vom Eiffelturm aus laufen wir Richtung Nordwesten, überqueren die Seine über die Brücke Pont d’Iéna und erreichen nach wenigen hundert Metern die Terrassen der Jardins du Trocadéro. Hierbei handelt es sich um einen stufenförmigen Park, der hinauf zum heutigen Palais de Chaillot führt – dem früheren Palais du Trocadéro.
Das Palais du Trocadéro war ein historischer Ausstellungspalast, der für die Weltausstellung im Jahr 1878 errichtet worden war. Für die nächste Pariser Weltausstellung im Jahr 1937 wurde das zentrale Hauptgebäude zwischen den gewaltigen Seitenflügeln abgetragen und nicht wiederaufgebaut. Seither bilden die beiden nun getrennten Seitenteile das Palais de Chaillot. Man hatte bei der Umgestaltung im Jahr 1937 bewusst auf ein verbindendes Mittelgebäude verzichtet: Der dadurch entstandene, jederzeit öffentlich zugängliche Freiplatz eröffnet heute den wohl berühmtesten Blick auf den Eiffelturm.
Triumphbogen / Arc de Triomphe de l’Étoile
Über die Avenue Kléber geht es weiter zum circa 1,3km entfernten Triumphbogen, dem Arc de Triomphe de l’Étoile. Er steht auf dem heutigen Place Charles de Gaulle, welcher bis 1970 Place de l’Étoile hieß, am westlichen Ausläufer der Avenue des Champs Élysées.
Er ist 49,54m hoch, 44,82m breit und 22,21m tief. Der große Gewölbebogen misst 29,19 m in der Höhe und 14,62 m in der Breite, der kleine Bogen 18,68 m in der Höhe und 8,44 m in der Breite.
Der Triumphbogen wurde im Jahr 1806 von Kaiser Napoleon I. nach der Schlacht bei Austerlitz zur Verherrlichung und in Erinnerung seiner Siege in Auftrag gegeben. Am 15. August 1806 wurde der Grundstein zum Bau gelegt. Die Fertigstellung erfolgte erst im Jahr 1836.
Unter dem Triumphbogen liegt das Grabmal des unbekannten Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg mit der Ewigen Flamme, im Französischen Flamme du Souvenir (dt. Flamme der Erinnerung) genannt, im Gedenken an die Toten, die nie identifiziert wurden.
Avenue des Champs Élysées
Von hier aus schlendern wir in südöstliche Richtung über die wohl berühmteste Straße Frankreichs, die 1910 Meter lange und 70 Meter breite Prachtstraße Avenue des Champs Élysées. Sie führt in Richtung Place de la Concorde mit seinem markanten Obelisken von Luxor. Sie ist durchgehend gepflastert. Die Sichtachse der Champs Élysées reicht vom Triumphbogen sogar noch weiter südöstlich, nämlich bis hin zum circa 3,3km entfernten Palais du Louvre.
Grand Palais / Petit Palais
Vorbei an den unzähligen Boutiquen und Restaurants sowie den großen Stammhäusern der großen Modelabels erreichen wir kurz vor dem Place de la Concorde das Grand Palais (dt. „Großer Palast“). Es ist ein ursprünglich für die Weltausstellung im Jahr 1900 in Paris errichtetes Ausstellungsgebäude. Mit dem Bau wurde im Jahr 1897 begonnen. Durch ionische Säulen gegliedert und mit zahlreichen Figurendarstellungen geschmückt erstreckt sich der Bau auf etwa 240 Metern Länge. Er ist bis zu 44 Meter hoch. Nach unterschiedlichen Nutzungen dient es heute den staatlichen Museen als Galerie für Wechselausstellungen. Der Hauptzugang erfolgt über die die Champs Élysées kreuzende Avenue Winston Churchill.
Auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet sich das Petit Palais (dt. "Kleiner Palast"). Auch hierbei handelt es sich um ein zwischen 1897 und 1900 errichteten Ausstellungspavillon. Heute beherbergt es das das städtische Museum der schönen Künste.
Place de la Concorde
Schließlich erreichen wir den Place de la Concorde. Dieser ist weiträumig abgesperrt und große Pavillons werden errichtet. Der Place de la Concorde (dt. "Platz der Eintracht") ist mit seiner Länge von 360 Metern und einer Breite von 210 Metern (also 7,56 ha Fläche) der größte Platz in Paris und der zweitgrößte Platz in Frankreich. Hier wird in fünf Tagen Papst Leo XIV. eine heilige Messe vor mehr als 800.000 Besuchern abhalten.
Obelisk von Luxor
Mittig auf dem Place de la Concorde steht der Obelisk von Luxor. Hierbei handelt es sich aus dem Tempel von Luxor stammenden 23,50 Meter hohen und etwa 230 Tonnen schweren Monolith aus Granit. Er wurde im 13. Jahrhundert v. Chr. zur Regierungszeit Ramses II. in Ägypten angefertigt und flankierte bis 1831 den Durchgang des Pylons im Tempel von Luxor, wo noch heute sein Gegenstück steht.
Beide Obelisken waren ein Geschenk des von 1805 bis 1848 regierenden Muhammad Ali Pascha, Wālī (Gouverneur der osmanischen Provinz Ägypten), an den französischen König Karl X. und Frankreich, doch wurde nur einer davon nach Frankreich gebracht. Dieser wurde – per Schiff über den Nil, durchs Mittelmeer, den Ärmelkanal und schließlich über die Seine kommend – am 25.10.1836 hier aufgestellt. Der Obelisk steht exakt in der Blickachse vom Palais de Louvre zum Arc de Triomphe.
Palais du Louvre
Der Palais du Louvre (dt. Louvre-Palast) war die frühere Residenz der französischen Könige. Er bildete zusammen mit dem im Jahr 1871 zerstörten Palais des Tuileries, der sich auf dem Gelände des heutigen Jardin du Carrousel befand, das Pariser Stadtschloss.
Die über 800-jährige Geschichte des Palais du Louvre begann im Jahr 1190, als König Philipp II. August die Anlage als trutzige Festung mit einem zentralen Wehrturm errichten ließ, um die Stadt vor Angriffen zu schützen. Unter König Karl V. verlor die Wehranlage im 14. Jahrhundert ihren rein militärischen Charakter, wurde komfortabel erweitert und diente fortan als königliche Residenz und Bibliothek. Ab 1546 leitete Franz I. einen radikalen Wandel ein, indem er die mittelalterliche Burg abreißen und durch ein modernes Renaissanceschloss ersetzen ließ, welches Heinrich IV. später über die Grande Galerie mit dem Tuilerienpalast verband. Als Ludwig XIV. den königlichen Hof im Jahr 1682 nach Versailles verlegte, verlor der Louvre an Bedeutung und wurde zeitweise als Lager und Künstleratelier genutzt. Die Wende zum weltberühmten Kunstmuseum brachte die Französische Revolution mit der offiziellen Eröffnung des Musée Central des Arts am 10. August 1793. Im 19. Jahrhundert trieben Napoleon Bonaparte und Napoleon III. den Ausbau des Komplexes und das Wachstum der Kunstsammlung maßgeblich voran, bis das Ensemble schließlich 1989 unter Präsident François Mitterrand durch das Großprojekt „Grand Louvre“ und den Bau der ikonischen Glaspyramide im Innenhof sein heutiges, weltberühmtes Gesicht erhielt.
Der Louvre-Palast beherbergt heute größtenteils das nach ihm benannte Musée du Louvre, das zumeist einfach Louvre genannt wird. Mit etwa zehn Millionen Besuchern pro Jahr ist es das meistbesuchte Museum der Welt.
Kathedrale Notre-Dame de Paris
Die Kathedrale Notre-Dame de Paris (dt. Kathedrale Unserer Lieben Frau zu Paris) ist die römisch-katholische Bischofskirche der Erzdiözese Paris. Sie wurde zwischen 1163 und 1345 auf der Seine-Insel Île de la Cité errichtet und ist eines der frühesten gotischen Gotteshäuser Frankreichs.
Die beiden aus Naturstein errichteten, symmetrischen Westtürme nördlich und südlich des Hauptportals sind 69 Meter hoch. Das Kirchenschiff ist im Inneren 130 Meter lang, 48 Meter breit und 35 Meter hoch. Es bietet bis zu 10.000 Menschen Platz. Der schlanke, hölzerne Vierungsturm, der nach dem verheerenden Großbrand vom 15.04.2019 nach dem Vorbild des im 19. Jahrhundert errichteten Dachreiters rekonstruiert wurde, ragt 93 Meter in die Höhe.
Um 18:15 lädt Kreuzfahrtleiter Oliver DIetz alle Gäste in die Riverlounge zum "Bord Talk" ein. Kurz vor dem heutigen Dinner hält er ein informatives Recap zum heutigen Tag in Paris und gibt einen Ausblick auf die Seine, die Normandie und unser morgiges Ziel, Les Andelys. Wir erfahren, dass wir nach unserer Abfahrt am heutigen späten Abend und bis zum "Wendepunkt" unserer Reise in Caudebec-en-Caux insgesamt sechs Schleusen passieren werden, die ersten davon bereits in der kommenden Nacht.
Von unserem Liegeplatz bis zur ersten Schleuse, der Écluse de Suresnes, sind es nur circa. 9,5 Kilometer flußabwärts. Hier wird dann ein Höhenunterschied von etwa 2m bis 3m zu Tal geschleust. Nach weiteren 31,5 Kilometern wird die zweite Schleuse, die Écluse de Bougival, erreicht. Hier geht es circa 3m talwärts. Bis zur dritten Schleuse, der Écluse d´Andresy, sind es dann nochmals 23,5 Kilometer. Dort geht es ebenfalls 3m talwärts. Und nach weiteren 47,5 Kilometern wird dann in den frühen Morgenstunden auch schon die vierte Schleuse, die Écluse de Mericourt, erreicht und ein Höhenunterschied von nochmals 4m bewältigt. Bereits kurze Zeit später werden wir -in der Höhe von Vernon, welches wir auf dem Hinweg nur passieren, aber auf unserer Rückreise anlaufen - in der Normandie angekommen sein.
Oliver für den morgigen Vormittag nochmals in die Lounge ein. Bevor wir zur Mittagszeit den Anleger von Les Andelys erreichen werden möchte er noch einige tiefergehende Informationen zur Seine und die Normandie - unserem Zielgebiet der bevorstehenden fünf Tage - liefern. Nach inzwischen gut 24 an Bord fühlt man sich angekommen und bestens betreut.
Pünktlich um 21:30 lösen wir die Leinen und verlassen den Anleger am Quai Javal Bas Amont. Während sich nahezu alle Gäste im vorderen Lounge-Bereich des Sonnendecks sowie auf der Bugveranda des Oberdecks versammeln servieren Stewardessen und Stewards dort ein Gläschen Kir Royal, dem klassischen französischen Aperitif aus Crème de Cassis und Champagner. Santé - auf eine wundervolle Reise - immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel! Das eigentliche Sonnendeck ist gesperrt. Die Sonnensegel und Geländer sind heruntergeklappt. Das absenkbare Steuerhaus ist auf die niedrigste Position heruntergefahren. Zunächst steuert Kapitän Vandeville die EXCELLENCE ROYAL einige hundert Meter Seine-aufwärts in Richtung Eifelturm und unterquert die Pont Mirabeau, eine zwischen 1893 und 1896 gebaute 173m lange Seine-Brücke, die das 15. und 16. Arrondissement von Paris miteinander verbindet. Die Spannweite des Hauptbogens beträgt 93 Meter, die der beiden Seitenbögen 32,4 Meter. Mit ausgestreckten Händen lässt sich die Brücke beim unterqueren vom Lounge-Bereich aus berühren. Kurz vor der beleuchteten Freiheitsstatue stoppt er das Schiff inmitten der Seine. Wir werden auf dieser Position einige Minuten verweilen, um uns um Punkt 22:00 die dann für fünf Minuten aktivierte funkelnde Beleuchtung des Eifelturms anzuschauen. 20.000 Lampen bringen den Turm von der Dämmerung bis 02:00 morgens zu Beginn jeder Stunde für fünf Minuten wie einen Diamanten zum Glitzern. Um Punkt 22:00 ertönt dann über die Bordlautsprecher das von Celine Dion am 26.07.2024 anlässlich der Eröffnung der 33. Olympischen Sommerspiele auf der 1. Etage des Eifelturms vor geschätzten weltweit mehr als eine Milliarde TV-Zuschauer live gesungene Lied "Hymne à l’amour" (dt. "Hymne an die Liebe"), welches im Jahr 1950 von Édith Piaf veröffentlicht wurde. Gänsehautmomente, die nachhaltig in Erinnerung bleiben!
Nach diesem fulminanten Beginn unserer Reise wendet Kapitän Vandeville die EXCELLENCE ROYAL um 180 Grad und beginnt nun die Reise - vorbei an unserem bisherigen Liegeplatz am Quai Javal Bas Amont - Seine-abwärts.
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